Ratgeber · Podcasts

YouTube Podcast: so veröffentlichst du deine Folgen richtig.

YouTube ist für viele Menschen die erste Adresse für Podcasts. Hier steht, wie ein Podcast auf YouTube technisch funktioniert, welche drei Wege es zum Hochladen gibt, ob ein Standbild reicht und wie du mit Kapiteln und Shorts mehr aus jeder Folge holst.

Kurz gesagt

Ein Podcast auf YouTube ist eine Playlist mit ganzen Folgen, die du in YouTube Studio als Podcast markierst. Du kannst eine neue Podcast-Playlist anlegen, eine bestehende umwandeln oder deinen RSS-Feed einreichen. Das geht auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit Video hast du die besseren Karten als mit einem Standbild. Kapitel helfen beim Springen, und kurze Shorts aus jeder Folge bringen neue Zuschauer.

Wie ein Podcast auf YouTube funktioniert

YouTube kennt keine eigene Podcast-Datei. Jede Folge ist ein normales Video. Die Sendung selbst ist eine Playlist, der du in YouTube Studio Podcast-Funktionen gibst. Damit bekommt sie ein paar Vorteile:

  • Podcast-Kennzeichen: Auf der Wiedergabeseite und auf der Playlist steht, dass es sich um einen Podcast handelt.
  • YouTube Music: Die Folgen erscheinen auch in YouTube Music. Dort lassen sich die meisten Podcasts laut YouTube auch ohne Premium im Hintergrund hören.
  • Eigene Podcast-Flächen: YouTube zeigt Podcasts gesondert, etwa unter youtube.com/podcasts, und empfiehlt sie Leuten mit ähnlichen Interessen.
  • Bessere Suche: Wer nach einem Podcast sucht, findet die ganze Sendung leichter.

Wichtig ist eine Regel aus der YouTube-Hilfe: In die Podcast-Playlist gehören nur ganze Folgen, in der Reihenfolge, in der man sie hören soll. Mehrere Staffeln dürfen in einer Playlist stehen. Clips, Zusammenschnitte und fremde Inhalte gehören nicht hinein. Als Bild der Sendung brauchst du ein quadratisches Cover, YouTube empfiehlt 1280 × 1280 Pixel.

Podcast auf YouTube veröffentlichen: drei Wege

WegPasst, wennWas du bekommst
Neuen Podcast in YouTube Studio anlegendu neu startest oder Video-Folgen hastVideo-Folgen mit allen Möglichkeiten von YouTube
Bestehende Playlist als Podcast markierendeine Folgen schon auf dem Kanal liegendieselben Videos, jetzt als Podcast gekennzeichnet
RSS-Feed einreichendu einen reinen Audio-Podcast bei einem Hoster hastjede Folge als Video mit Standbild aus deinem Cover

Laut YouTube-Hilfe, Stand Oktober 2026. Menüs und Bezeichnungen in YouTube Studio können sich ändern.

Weg 1: neuen Podcast anlegen

In YouTube Studio klickst du auf „Erstellen“ und wählst den neuen Podcast. Du gibst Titel, Beschreibung, Sichtbarkeit und das quadratische Cover an. Danach fügst du die Folgen hinzu, die du hochgeladen hast oder hochladen willst. Neue Folgen ordnest du beim Hochladen gleich der Podcast-Playlist zu.

Weg 2: bestehende Playlist umwandeln

Hast du deine Folgen schon in einer Playlist, musst du nichts neu hochladen. Unter „Inhalte“ und „Playlists“ öffnest du das Menü der Playlist und fügst die Podcast-Funktionen hinzu. Prüf vorher, ob wirklich nur ganze Folgen darin stehen. Clips verschiebst du in eine eigene Playlist.

Weg 3: RSS-Feed einreichen

Für reine Audio-Podcasts gibt es die Übernahme per RSS-Feed. Laut YouTube ist sie nur in ausgewählten Ländern verfügbar. Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen auf der Liste. So läuft es:

  • Feed einreichen: In YouTube Studio legst du einen neuen Podcast an und gibst die Adresse deines RSS-Feeds ein.
  • Bestätigen: YouTube schickt einen Code an die E-Mail-Adresse, die in deinem Feed steht. Kennst du sie nicht, frag deinen Hoster.
  • Prüfen: Die Folgen kommen zuerst als private Videos an. Schau sie dir an, bevor du sie veröffentlichst.
  • Weiterlaufen lassen: Neue Folgen aus dem Feed kommen danach von selbst dazu.

Dabei gibt es Grenzen. YouTube macht aus deinem Cover ein Video mit Standbild. Den Ton einer übernommenen Folge kannst du später nicht austauschen, nur neu aus dem Feed laden. Dann entsteht ein neues Video. Eingebaute Werbespots sind in Podcast-Inhalten auf YouTube nicht erlaubt. Gesprochene Sponsorings und Kooperationen musst du als bezahlte Werbung kennzeichnen. Und YouTube gibt deinen Podcast nicht an andere Plattformen weiter.

Podcast als Video oder mit Standbild?

Ein Standbild ist schnell gemacht. Für YouTube ist es aber die schwächere Wahl. Wer YouTube öffnet, will meist etwas sehen. Ein Video mit Gesichtern hält Zuschauer länger und macht neugierig, schon im Vorschaubild.

  • Standbild reicht, wenn du deinen Audio-Podcast vor allem auffindbar machen willst und die meisten ohnehin zuhören, etwa nebenbei in YouTube Music.
  • Video lohnt sich, wenn du auf YouTube wachsen willst. Mimik, Reaktionen und Gesten machen ein Gespräch lebendig.
  • Nur mit Video gibt es gute Clips. Shorts mit einem Standbild und einer Tonspur laufen meist deutlich schlechter als Ausschnitte mit Gesicht.

Du kannst klein anfangen: Erst ein Standbild über den RSS-Feed, später echte Video-Folgen. Was du für die Aufnahme brauchst, steht im Ratgeber Video-Podcast starten.

YouTube Podcast hochladen: Checkliste für jede Folge

  • Titel mit Thema: „Folge 37“ sucht niemand. Schreib, worum es geht, und setz die Folgennummer ans Ende.
  • Vorschaubild: Ein klares Gesicht, wenige große Wörter, gut lesbar auch klein. Das quadratische Cover gilt nur für die Sendung, jede Folge braucht ihr eigenes Bild im Querformat.
  • Beschreibung: Die ersten zwei Sätze erscheinen in der Suche. Sag dort, was man in der Folge lernt oder erlebt. Links und Gäste kommen darunter.
  • Kapitel: Zeitmarken für jedes Thema, mehr dazu unten.
  • Untertitel: Eine eigene Untertitel-Datei ist genauer als die Untertitel, die YouTube selbst erzeugt, und hilft allen, die ohne Ton schauen.
  • Playlist: Ordne die Folge beim Hochladen der Podcast-Playlist zu.
  • Endbildschirm: Verweise am Ende auf die nächste Folge oder die Podcast-Playlist.
  • Kennzeichnung: Ist ein Sponsor dabei, hak die bezahlte Werbung in den Einstellungen an.

Kapitel: so springen Zuschauer zum richtigen Thema

Lange Gespräche schaut kaum jemand am Stück. Mit Kapiteln sieht man auf der Zeitleiste, wo welches Thema beginnt. Kapitel legst du über Zeitmarken in der Beschreibung an. Laut YouTube-Hilfe gelten diese Regeln:

  • Die erste Zeitmarke ist 00:00.
  • Mindestens drei Zeitmarken, in aufsteigender Reihenfolge.
  • Jedes Kapitel ist mindestens 10 Sekunden lang.

Schreib hinter jede Zeitmarke einen kurzen, klaren Namen, etwa „12:40 Warum wir die Firma fast verkauft hätten“. Gute Kapitelnamen sind kleine Überschriften. Sie zeigen schon vor dem Klick, was in der Folge steckt. YouTube kann Kapitel auch selbst setzen. Eigene Kapitel sind aber meist treffender.

Shorts aus jeder Folge

Die ganze Folge schauen vor allem Leute, die dich schon kennen. Neue Zuschauer finden dich eher über kurze Ausschnitte. Hochkante oder quadratische Videos bis drei Minuten zählen bei YouTube als Shorts. Für Podcast-Clips reichen meist 30 bis 60 Sekunden.

  • Ein Gedanke pro Short: eine Aussage, eine Geschichte oder eine Pointe, verständlich ohne Vorwissen.
  • Starker Anfang: Der erste Satz muss sitzen. Dazu ein kurzer Obertitel.
  • Untertitel im Bild, denn viele schauen ohne Ton.
  • Verweis auf die Folge: Verknüpfe den Short in YouTube Studio mit der ganzen Folge als verwandtes Video.
  • Nicht in die Podcast-Playlist: Shorts erscheinen laut YouTube nicht in YouTube Music. Sammle sie in einer eigenen Playlist.

Aus einer Folge von 60 Minuten entstehen als Faustwert 5 bis 10 gute Clips. Postest du sie über die Woche verteilt, hast du zwischen zwei Folgen immer etwas Neues. Wie du die Momente findest, steht im Ratgeber Podcast-Clips für TikTok und Reels.

YouTube-Videos als Podcast: der umgekehrte Weg

Manche haben zuerst eine Gesprächsreihe auf YouTube und wollen sie auch in Podcast-Apps bringen. YouTube selbst gibt nichts an Spotify, Apple Podcasts und Co. weiter. Du brauchst dafür einen Podcast-Hoster. Dort lädst du die Tonspur jeder Folge hoch, der Hoster verteilt sie per RSS-Feed an die Apps. Achte darauf, dass die Audio-Fassung ohne Bild verständlich ist. Sätze wie „Wie ihr hier seht“ funktionieren nur im Video. Wie Spotify Video zeigt, steht im Ratgeber Spotify Video-Podcast.

Was du messen solltest

YouTube Studio zeigt dir für jede Folge, wie lange Leute dabeibleiben und wo sie aussteigen. Steigen viele in den ersten Minuten aus, ist der Einstieg zu lang. Bleiben sie bei einem Kapitel besonders lange, ist das ein gutes Thema für die nächste Folge und für Shorts. Vergleiche Folgen untereinander, nicht mit großen Kanälen.

So macht es Virentio

Wir schneiden deine Folge fertig für YouTube und Spotify: Längen, Versprecher und Pausen raus, bei mehreren Kameras ist im Bild, wer spricht, dazu bis zu zwei Korrekturen. Kapitelmarken und eine Untertitel-Datei (SRT) sind inklusive. Eine Folge kostet 79 € (nach 6 Monaten: 149 € je Folge), mit 5 Clips für Shorts, TikTok und Reels 99 € (nach 6 Monaten: 199 € je Folge). Podcast Monat mit 4 Folgen und 20 Clips kostet im Monat 349 € (ab Monat 7: 690 € / Monat). Das sind Gründerpreise, 6 Monate garantiert ab deinem Start. Ein YouTube-Vorschaubild mit 2 Varianten gibt es als Zusatz für 19 €. Zum Testen gibt es den Podcast-Pilot: 1 Folge und 3 Clips für 29 €, angerechnet, wenn du danach ein Paket buchst. Alle Preise zzgl. 19 % MwSt.

Häufige Fragen

Fragen zum Thema

Wie lade ich einen Podcast auf YouTube hoch?

Lade jede Folge als Video hoch und sammle die Folgen in einer Playlist, die du in YouTube Studio als Podcast markierst. Alternativ legst du in YouTube Studio einen neuen Podcast an oder reichst deinen RSS-Feed ein. Ein quadratisches Cover mit 1280 × 1280 Pixeln gehört dazu.

Kann ich meinen Podcast per RSS-Feed auf YouTube bringen?

Ja, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Du gibst in YouTube Studio deinen Feed an und bestätigst ihn über die E-Mail-Adresse im Feed. YouTube macht dann aus jeder Folge ein Video mit deinem Cover als Standbild. Neue Folgen kommen von selbst dazu.

Brauche ich für einen YouTube Podcast ein Video?

Nein, ein Standbild ist erlaubt. Wer auf YouTube wachsen will, fährt mit Video aber meist besser: Gesichter halten Zuschauer länger, und nur aus Video lassen sich gute Shorts schneiden.

Wie füge ich Kapitel zu einer Podcast-Folge auf YouTube hinzu?

Schreib Zeitmarken in die Beschreibung. Die erste muss 00:00 sein, es braucht mindestens drei in aufsteigender Reihenfolge, und jedes Kapitel muss mindestens 10 Sekunden lang sein.

Gehören Shorts in die Podcast-Playlist auf YouTube?

Nein. In die Podcast-Playlist gehören nur ganze Folgen. Shorts sammelst du in einer eigenen Playlist und verknüpfst sie mit der passenden Folge.

Was kostet es, eine Podcast-Folge für YouTube schneiden zu lassen?

Bei Virentio kostet eine fertig geschnittene Folge zum Gründerpreis 79 € zzgl. MwSt. (94,01 € inkl. MwSt.), mit Kapitelmarken und Untertitel-Datei. Mit 5 Clips für Shorts, TikTok und Reels kostet sie 99 € zzgl. MwSt. (117,81 € inkl. MwSt.). Zum Testen gibt es den Podcast-Pilot mit 1 Folge und 3 Clips für 29 € zzgl. MwSt. (34,51 € inkl. MwSt.).

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