Recruiting-Video: Kosten, Formate und Beispiele für 2026.
Ein Recruiting-Video zeigt Bewerberinnen und Bewerbern, wie es bei dir wirklich ist. Ob du es mit dem Handy drehst oder eine Produktionsfirma beauftragst, hängt an Budget und Ziel. Hier stehen die Formate, die sich bewährt haben, die üblichen Preise am Markt und wie du aus einem Dreh eine ganze Serie machst.
Kurz gesagt
Ein professionell produziertes Recruiting-Video kostet am Markt grob 2.500 bis 5.000 € netto für einen kurzen Film, typische Projekte mit Konzept und mehreren Stimmen liegen bei 6.000 bis 12.000 €, große Kampagnen darüber. Für Social Media zählt aber weniger der eine Film als eine Serie kurzer, echter Videos. Die kannst du mit dem Handy drehen und schneiden lassen.
Was ist ein Recruiting-Video?
Ein Recruiting-Video ist ein kurzer Film, mit dem eine Firma neue Mitarbeitende oder Azubis gewinnen will. Es zeigt Arbeitsplatz, Team und Alltag, oft erzählt von den Mitarbeitenden selbst. Mit „Videorecruiting“ ist manchmal auch etwas anderes gemeint: Bewerbungsgespräche per Video oder aufgezeichnete Antworten von Bewerbern. Hier geht es um die erste Bedeutung, also um Videos, die Lust auf eine Bewerbung machen.
Formate, die sich bewährt haben
Mitarbeiter-Statement
Eine Person erzählt in 30 bis 60 Sekunden, was sie macht, warum sie geblieben ist und was sie neuen Kollegen raten würde. Das wirkt, weil es keine Werbesprache ist. Wichtig: ausreden lassen, nicht ablesen.
Ein Tag im Betrieb
Vom Arbeitsbeginn bis zum Feierabend in kurzen Szenen. Zeigt ehrlich, was einen erwartet: Werkstatt, Baustelle, Büro, Schichtwechsel, Pause.
Der Azubi zeigt seinen Arbeitsplatz
Junge Leute hören auf junge Leute. Ein Azubi führt durch Werkstatt oder Station und erklärt, was er im ersten Jahr gelernt hat.
Die Chefin erklärt
Was ist uns wichtig, wie läuft die Einarbeitung, was bieten wir? Kurz und persönlich, nicht als Rede.
Fragen und Antworten
„Was verdient man?“, „Gibt es Gleitzeit?“, „Muss ich schon Erfahrung haben?“ Ehrliche Antworten auf die Fragen, die sich Bewerber sowieso stellen.
Recruiting-Video Beispiele: drei Ideen zum Nachmachen
Keine echten Kundenprojekte, sondern Ideen, die du mit dem Handy umsetzen kannst:
Elektrobetrieb: Ein Azubi im zweiten Lehrjahr filmt seinen Tag in sechs Szenen: Lager am Morgen, Fahrt zur Baustelle, Leitungen ziehen, Prüfen mit dem Meister, Mittag, Feierabend. Obertitel: „Mein Tag als Elektroniker-Azubi.“
Pflegedienst: Drei Pflegekräfte beantworten je eine Frage: „Warum Pflege?“, „Wie sind die Touren?“, „Was hat dich überrascht?“ Gefilmt im Dienstwagen, ohne Patientinnen und Patienten im Bild.
Bäckerei: Ein Zeitraffer der Backstube um vier Uhr morgens, dann sagt die Bäckermeisterin in einem Satz, warum sich das frühe Aufstehen lohnt, und was neue Leute bei ihr lernen.
Länge und Plattformen
Wo
Format
Länge (Richtwert)
Wofür
Karriereseite, Stellenanzeige
quer 16:9
60–120 Sekunden
Überblick für alle, die sich schon interessieren
Instagram Reels
hochkant 9:16
15–60 Sekunden
Azubis, Fachkräfte in der Region
TikTok
hochkant 9:16
15–60 Sekunden
Schulabgänger und junge Leute
YouTube Shorts
hochkant 9:16
15–60 Sekunden
wird lange gefunden, gut für Fragen und Antworten
LinkedIn
hochkant, quadratisch oder quer
30–90 Sekunden
Fachkräfte, Büro- und Führungsjobs
Richtwerte aus der Praxis, keine Vorgaben der Plattformen. Wie lang ein Video sein darf, ändert sich gelegentlich. Wichtiger als die genaue Länge ist ein starker Einstieg in den ersten Sekunden.
Was kostet ein Recruiting-Video?
Weg
Marktspanne netto
Was meist drin ist
Selbst gedreht mit dem Handy
Technik meist unter 200 €, dazu eigene Zeit
Stativ, Ansteckmikrofon, Schnitt selbst oder extern
Kurzer Recruiting-Clip, Azubi-Film
grob ab 2.500–4.000 €
bis etwa 60 Sekunden, Konzept, halber bis ganzer Drehtag, Schnitt
Interview-Film, Einstieg
grob 3.000–5.000 €
1–2 Mitarbeitende, ein Ort, Untertitel
Standard mit Konzept
grob 6.000–12.000 €
mehrere Stimmen, 1–2 Drehtage, Fassungen für mehrere Formate
Employer-Branding-Film, Kampagne
grob 8.000–20.000 € und mehr
mehrere Abteilungen oder Standorte, Serie, Ausspielung
Drehtag mit Team
grob 2.000–4.500 € je Tag
Kamera, Licht, Ton, je nach Team und Technik
Grobe Marktspannen aus öffentlichen Preisangaben von Videoproduktionen in Deutschland, Stand Oktober 2026, ohne MwSt. Die Angaben stammen von Anbietern selbst. Einzelne Angebote liegen darüber oder darunter.
Auch das Handwerksblatt ordnet die Kosten eines professionell produzierten Recruiting-Videos meist im vier- bis fünfstelligen Bereich ein. Was den Preis treibt:
Drehtage: der größte Posten. Jeder weitere Tag kostet noch einmal.
Personen und Orte: mehr Stimmen, mehr Standorte, mehr Aufwand.
Fassungen: Eine Langfassung für die Karriereseite und Kurzfassungen im Hochformat sind getrennte Schnitte. Frag, wie viele im Preis stecken.
Musik und Sprecher: Lizenzmusik und professionelle Sprecher kosten extra.
Nutzungsrechte: Zeitlich oder nach Plattform begrenzte Rechte können später teuer werden.
Selbst drehen oder Agentur?
Weg
Stärken
Schwächen
Alles selbst
günstig, echt, jederzeit möglich
kostet Zeit, Schnitt und Untertitel bleiben oft liegen
Freelancer vor Ort
flexibel, oft günstiger als eine Produktionsfirma
Qualität schwankt, meist ein einzelnes Projekt
Produktionsfirma, Recruiting-Video-Agentur
Konzept, Interviewführung, Bildqualität
teuer, ein Film, danach oft lange nichts Neues
Du drehst, andere schneiden
echtes Material, regelmäßig neue Videos, planbare Kosten
du musst selbst filmen, kein Hochglanz
Ein guter Mittelweg: einmal einen sorgfältigen Film für die Karriereseite, dazu übers Jahr regelmäßig kurze Handyvideos aus dem Alltag. Manche Produktionsfirmen bieten deshalb auch Drehtage an, aus denen gleich ein Dutzend Kurzvideos entstehen.
Recruiting-Video-Agentur: worauf du im Angebot achtest
Fassungen: Welche Formate bekommst du, quer und hochkant, mit und ohne Untertitel?
Nutzungsrechte: zeitlich unbegrenzt und auf allen Kanälen, auch für Anzeigen?
Musik: Ist die Lizenz für alle Plattformen und für Werbung geklärt?
Korrekturen: Wie viele Runden sind im Preis?
Rohmaterial: Bekommst du es, um später neue Kurzvideos daraus zu machen?
Wenn jemand geht: Was kostet eine neue Fassung ohne diese Person?
Einwilligung und Recht
Mitarbeitende fragst du vorher, am besten schriftlich, und klärst, was mit dem Video passiert, wenn jemand die Firma verlässt. Bei Azubis unter 18 brauchst du zusätzlich die Einwilligung der Eltern. Kundschaft, Patienten oder Gäste zeigst du nur mit deren Einverständnis. Text und Video sollten niemanden ausschließen, für Stellenanzeigen gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
Allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung.
Eine Serie statt eines Films
Ein einzelner Film läuft auf der Karriereseite und wird ein paar Wochen geteilt. Auf Instagram, TikTok und YouTube Shorts gewinnt, wer regelmäßig da ist. Aus einem Tag Handyaufnahmen, einem Interview mit dem Chef oder einem vorhandenen Imagefilm lassen sich oft viele kurze Videos schneiden, jedes mit einer Aussage. So bist du über Monate sichtbar, nicht nur einmal vor dem Ausbildungsstart.
Wir drehen nicht, wir schneiden. Du filmst mit dem Handy oder schickst vorhandenes Material: Interviews, einen Imagefilm, Aufnahmen vom Betrieb. Wir machen daraus eine Serie kurzer Recruiting-Videos im Hochformat, mit Obertitel, Untertiteln und Posttext, in bis zu 72 Stunden. Du gibst jedes Video frei. Clip-Pakete gibt es zum Gründerpreis ab 149 € (ab Monat 7: 290 €) im Monat für 8 Clips, die Social-Media-Betreuung mit Postplan und Monatsbericht ab 490 € im Monat. Beides ist monatlich kündbar. Alle Preise zzgl. 19 % MwSt. Erzähl uns im Kurz-Check, wen du suchst. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen persönlich mit einem Vorschlag.
Bei Produktionsfirmen am Markt grob 2.500 bis 5.000 € netto für einen kurzen Film, 6.000 bis 12.000 € für typische Projekte mit Konzept und mehreren Stimmen und mehr für große Kampagnen. Ein Drehtag mit Team kostet grob 2.000 bis 4.500 €. Selbst gedreht kostet es vor allem Zeit. Marktspannen aus Anbieterangaben, Stand Oktober 2026.
Wie lang sollte ein Recruiting-Video sein?
Für Instagram, TikTok und YouTube Shorts als Richtwert 15 bis 60 Sekunden, für die Karriereseite 60 bis 120 Sekunden. Wichtiger als die Länge ist ein Einstieg, der in den ersten Sekunden zeigt, worum es geht.
Was ist Videorecruiting?
Meist sind Videos gemeint, mit denen Firmen Bewerber gewinnen, etwa Mitarbeiter-Statements oder ein Tag im Betrieb. Manchmal bezeichnet der Begriff auch Bewerbungsgespräche per Video oder aufgezeichnete Antworten von Bewerbern.
Kann ich ein Recruiting-Video selbst mit dem Handy drehen?
Ja. Für Social Media reicht ein aktuelles Handy, dazu ein Stativ und ein Ansteckmikrofon. Film im Hochformat, bei Tageslicht und lass die Leute frei erzählen. Schnitt, Untertitel und Posttext kannst du selbst machen oder abgeben.
Brauche ich eine Einwilligung der Mitarbeitenden?
Ja, wer erkennbar im Video ist, sollte vorher zustimmen, am besten schriftlich. Kläre auch, was passiert, wenn jemand die Firma verlässt. Bei Azubis unter 18 brauchst du zusätzlich die Einwilligung der Eltern. Allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung.
Schneidet Virentio auch Recruiting-Videos?
Ja, aus deinem Material: Handyvideos, Interviews oder ein vorhandener Imagefilm werden zu einer Serie kurzer Videos für Instagram, TikTok und YouTube Shorts. Wir drehen nicht selbst. Clip-Pakete beginnen zum Gründerpreis bei 149 € zzgl. MwSt. (177,31 € inkl. MwSt.) im Monat für 8 Clips, zum Testen gibt es 3 Clips für 19 € zzgl. MwSt. (22,61 € inkl. MwSt.).