Die beste Uhrzeit zum Posten: TikTok, Reels und YouTube Shorts 2026.
Jede Woche erscheint eine neue Liste mit der angeblich besten Uhrzeit. Die großen Auswertungen widersprechen sich allerdings. Hier steht, was sie wirklich sagen, wo du die Zeiten deines eigenen Publikums findest und wie du in vier Wochen herausfindest, was für dich funktioniert.
Kurz gesagt
Eine Uhrzeit, die für alle passt, gibt es nicht. Die großen Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen: Die eine sieht den Abend vorn, die andere den Nachmittag unter der Woche, die dritte das Wochenende. Als Startpunkt taugt für ein deutsches Publikum der frühe Abend zwischen 18 und 21 Uhr. Danach zählen deine eigenen Zahlen. Und noch mehr zählen zwei Dinge, die mit der Uhr nichts zu tun haben: dass du regelmäßig postest und dass der Clip gut ist.
Was die Studien sagen
Die bekanntesten Auswertungen stammen von Anbietern von Planungs- und Analysewerkzeugen. Sie werten die Konten ihrer Kunden aus. Das sind große Stichproben, aber keine neutrale Forschung, und jede misst etwas anderes: mal die Zahl der Interaktionen, mal die Interaktionsrate.
Auswertung
Stichprobe
Ergebnis
Zeitbezug
Metricool, TikTok 2026
über 2,3 Mio. Beiträge von über 92.000 Konten weltweit
18 bis 21 Uhr, Spitze gegen 20 Uhr, Wochentag kaum wichtig
keine Zeitzone genannt
Metricool, Instagram 2026
rund 24,4 Mio. Beiträge von 375.118 Konten weltweit
donnerstags 9 Uhr, mittwochs 12 und 18 Uhr; Freitag und Samstag schwächer
Ortszeit des Kontos
Sprout Social 2026
knapp 2 Mrd. Interaktionen auf rund 307.000 Profilen, 27.11.2025 bis 27.02.2026
unter der Woche ab Mittag, am breitesten mittwochs (TikTok 13 bis 20 Uhr, Instagram 12 bis 21 Uhr); Wochenende schwach
Ortszeit des Kontos
Laut den Studienseiten von Metricool, Buffer und Sprout Social, Stand Oktober 2026. Alle drei sind Anbieter von Social-Media-Werkzeugen und werten Kundenkonten aus. Für YouTube Shorts haben wir keine vergleichbare Auswertung mit offengelegter Stichprobe gefunden.
Wichtig für dich: Wo eine Studie die Ortszeit angibt, kannst du die Uhrzeit direkt als deutsche Zeit lesen, wenn dein Publikum in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sitzt. Viele englische Listen nennen dagegen US-Ostküstenzeit. 18 Uhr in New York ist bei uns Mitternacht. Prüfe also immer, auf welche Zeitzone sich eine Angabe bezieht.
Warum widersprechen sich die Studien? Wer die Gesamtzahl der Interaktionen zählt, landet bei den Stunden, in denen die meisten Leute online sind, also mittags und abends. Wer die Rate misst, findet eher ruhige Zeiten, in denen weniger andere posten. Beides stimmt, nur für unterschiedliche Fragen.
So findest du die Zeiten deines eigenen Publikums
Durchschnittswerte über Millionen Konten sagen wenig über deine Zuschauer. Alle drei Plattformen zeigen dir, wann dein Publikum online ist. Die Menüs ändern sich gelegentlich.
TikTok
Öffne TikTok Studio und dort die Analysen. Bei deinen Zuschauern bzw. Followern findest du die aktivsten Zeiten nach Stunde und Wochentag, laut TikTok für die letzten 7 Tage. Achte darauf, welche Zeitzone angezeigt wird, und rechne bei Bedarf um.
Instagram
Mit einem professionellen Konto (Creator oder Unternehmen) siehst du unter den Statistiken bei deinen Followern, an welchen Tagen und zu welchen Stunden sie am aktivsten sind. Diese Angaben erscheinen erst ab einer gewissen Followerzahl.
YouTube
In YouTube Studio öffnest du Analytics und dort den Reiter für deine Zielgruppe. Der Bericht „Wann deine Zuschauer auf YouTube aktiv sind“ zeigt laut YouTube-Hilfe die letzten 28 Tage. Er gilt für den ganzen Kanal, nicht nur für Shorts.
Warum die Uhrzeit weniger zählt, als alle denken
Kurzvideos leben mehrere Tage. Laut Metricool holen Reels in den ersten drei Tagen rund 65 % ihrer Aufrufe. Der Rest kommt danach. Ob du um 18 oder um 19 Uhr postest, entscheidet selten über Erfolg oder Misserfolg.
Die Plattform zeigt Clips auch Fremden. Im For-You-Feed, bei Reels und im Shorts-Feed sehen dich vor allem Leute, die dir nicht folgen. Wann deine Follower online sind, ist dann nur ein Teil der Rechnung.
Regelmäßigkeit schlägt Timing. Drei Clips pro Woche, verlässlich, bringen meist mehr als ein perfekt getimter Clip und dann zwei Wochen nichts.
Der Clip selbst entscheidet. Ein starker Einstieg in den ersten zwei Sekunden macht mehr aus als jede Uhrzeit. Wie das geht, steht im Ratgeber Hook für Kurzvideos.
Dein 4-Wochen-Test
Statt Listen zu glauben, testest du selbst. Das dauert vier Wochen und braucht nur eine Tabelle.
Woche
Was du tust
Woche 1
Schau in deine Analysen und wähle zwei Zeitfenster, etwa 12 bis 13 Uhr und 19 bis 20 Uhr. Poste abwechselnd in beiden.
Woche 2
Gleiche Fenster, gleicher Rhythmus. Erst zwei Wochen ergeben genug Clips für einen Vergleich.
Woche 3
Tausche das schwächere Fenster gegen ein drittes, zum Beispiel früh morgens oder spät abends.
Woche 4
Weiter wie Woche 3, dann auswerten und das stärkste Fenster als feste Zeit übernehmen.
Gleich messen: Notiere die Aufrufe jedes Clips nach 48 Stunden und nach 7 Tagen, nicht nach einer Stunde.
Mittelwert statt Ausreißer: Ein einzelner Clip, der durch die Decke geht, verzerrt alles. Vergleiche den typischen Clip je Zeitfenster.
Nur eine Sache ändern: Gleiche Art von Clips, gleiche Länge, gleiche Plattform. Sonst weißt du am Ende nicht, ob es an der Uhrzeit lag.
Planen statt Wecker stellen: TikTok, Instagram und YouTube bieten das Planen von Beiträgen an. So hältst du die Zeiten ein, auch wenn du gerade keine Zeit hast.
Für Streamer: Clips vor dem Stream
Wer streamt, hat einen klaren Vorteil: Du weißt, wann du Zuschauer brauchst. Poste einen Clip ein bis drei Stunden vor dem Stream und schreib in den Posttext, wann und wo du live bist. Wer den Clip sieht, kann direkt einschalten. Die Clips aus dem letzten Stream gehören an die streamfreien Tage, damit dein Kanal auch dann sichtbar bleibt. Mehr dazu im Ratgeber Twitch-Zuschauer bekommen.
Für Firmen: nach dem Alltag deiner Kunden
Bei Firmen hilft eine einfache Frage: Wann schauen deine Kunden aufs Handy? Endkunden oft abends und am Wochenende, Fachpublikum eher in der Mittagspause, früh am Morgen oder auf dem Heimweg. Für Videos an ein berufliches Publikum lohnt sich zusätzlich LinkedIn, mehr dazu unter LinkedIn-Videos für Unternehmen. Und auch hier gilt: lieber jede Woche zur gleichen Zeit als selten zur angeblich perfekten Stunde.
So macht es Virentio
Wir sichten dein Material, wählen die Momente nach Inhalt aus und schneiden fertige Clips für TikTok, Reels und Shorts. Du gibst jeden Clip frei, und auf Wunsch posten wir sie zu den Zeiten, die bei deinem Publikum funktionieren. So bleibt dein Kanal regelmäßig sichtbar, auch in Wochen mit wenig Zeit. Mehr dazu unter Reels erstellen lassen und, für Firmen mit Postplan und Monatsbericht, Social Media für Unternehmen.
Wann ist die beste Uhrzeit, um auf TikTok zu posten?
Eine für alle gültige Uhrzeit gibt es nicht. Metricool sieht in seiner Auswertung von über 2,3 Millionen TikTok-Beiträgen den Abend zwischen 18 und 21 Uhr vorn, andere Studien den Nachmittag unter der Woche oder das Wochenende. Am verlässlichsten sind die aktivsten Zeiten in deinen eigenen TikTok-Analysen.
Wann sollte ich Reels auf Instagram posten?
Als Startpunkt eignet sich der frühe Abend. Metricool nennt für Instagram 19 bis 21 Uhr, Buffer eher mittwochs und donnerstags tagsüber. Schau in die Statistiken deines professionellen Kontos, wann deine Follower aktiv sind, und teste zwei Zeitfenster gegeneinander.
Gibt es eine beste Uhrzeit für YouTube Shorts?
Für Shorts gibt es keine belastbare große Auswertung mit offengelegter Stichprobe. Nutze in YouTube Studio den Bericht „Wann deine Zuschauer auf YouTube aktiv sind“ und poste kurz vor diesen Zeiten. Shorts werden oft über Tage im Shorts-Feed gezeigt, die Uhrzeit ist daher weniger wichtig als der Clip.
Gelten die Uhrzeiten aus englischen Studien auch für Deutschland?
Nur, wenn die Studie Ortszeit angibt. Dann kannst du sie als deutsche Zeit lesen. Viele englische Listen nennen US-Ostküstenzeit, die meist sechs Stunden hinter der deutschen Zeit liegt.
Wie lange sollte ich eine Posting-Zeit testen?
Etwa vier Wochen, mit mindestens zwei Zeitfenstern und gleicher Art von Clips. Vergleiche die Aufrufe nach 48 Stunden und nach 7 Tagen und achte auf den typischen Clip, nicht auf einzelne Ausreißer.