Ratgeber · YouTube

Mit YouTube Shorts Geld verdienen: was Shorts wirklich zahlen.

Ein Short mit einer Million Aufrufen fühlt sich nach viel Geld an. Auf dem Konto landet meist erstaunlich wenig. Hier steht, wie YouTube Shorts bezahlt, welche Schwellen gelten und was sich ab Februar 2027 ändert, was pro 1.000 Aufrufe realistisch ist und womit Shorts dir tatsächlich Geld bringen.

Kurz gesagt

Shorts bringen über die Werbeeinnahmen pro 1.000 Aufrufe meist nur Cent-Beträge, oft deutlich weniger als Langvideos. Um überhaupt am Shorts-Umsatz beteiligt zu werden, brauchst du das YouTube-Partnerprogramm. Ab dem 1. Februar 2027 zahlt YouTube den Shorts-Anteil außerdem nur noch an Kanäle mit mindestens 10 Millionen gültigen Shorts-Aufrufen in 90 Tagen. Für die meisten Kanäle sind Shorts deshalb vor allem ein Zubringer: Sie bringen Abonnenten zu Langvideos, Streams, Podcasts, Mitgliedschaften und Sponsoren. Dort liegt das Geld.

Das YouTube-Partnerprogramm: zwei Stufen

Laut YouTube-Hilfe, Stand Oktober 2026, gibt es zwei Einstiege. Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören zu den Ländern, in denen die erste Stufe verfügbar ist.

StufeVoraussetzungWas freigeschaltet wird
Erste Stufe500 Abonnenten, 3 öffentliche Uploads in 90 Tagen und entweder 3.000 Stunden Wiedergabezeit in 12 Monaten oder 3 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 TagenKanalmitgliedschaften, Super Chat und Super Stickers, Super Thanks, Shopping
Volle Stufe1.000 Abonnenten und entweder 4.000 Stunden Wiedergabezeit bei Langvideos in 12 Monaten oder 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagenzusätzlich Werbeeinnahmen bei Langvideos und Shorts sowie Anteile aus YouTube Premium

Was sich ab 1. Februar 2027 ändert

YouTube hat am 10. August 2026 neue Regeln angekündigt. Für neue Bewerber der vollen Stufe gelten dann 8.000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen oder 20 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen. Die 1.000 Abonnenten bleiben laut Berichten von Search Engine Journal gleich. Wer schon im Programm ist, bleibt drin. Neu für alle: Am Shorts-Umsatz eines Monats wird nur beteiligt, wer in den 90 Tagen bis zum 15. des Vormonats mindestens 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe hatte. Darunter laufen Langvideos weiter, der Shorts-Anteil pausiert. Die Bedingungen müssen Partner bis zum 31. Januar 2027 in YouTube Studio annehmen. Die Schwellen der ersten Stufe ändern sich laut YouTube nicht.

Laut YouTube-Hilfe (Partnerprogramm und erweitertes Partnerprogramm) und YouTube-Blog vom 10. August 2026, Stand Oktober 2026. Maßgeblich ist der aktuelle Stand in YouTube Studio unter „Verdienen“.

Wie YouTube Shorts bezahlt

Bei Shorts gibt es keine Werbung im einzelnen Video. Die Anzeigen laufen zwischen den Shorts im Feed. Laut YouTube-Hilfe läuft die Abrechnung so:

  • Topf: Die Werbeeinnahmen aus dem Shorts-Feed eines Monats werden je Land zusammengelegt.
  • Musik: Für Shorts mit Musik geht ein Teil an die Rechteinhaber. Bei einem Titel kommt die Hälfte der Einnahmen in den Creator-Topf, bei zwei Titeln ein Drittel. Shorts ohne Musik geben alles in den Topf.
  • Verteilung: Der Topf wird nach deinem Anteil an den gültigen Aufrufen aller beteiligten Kanäle in dem Land verteilt. Eigene Musik im Short senkt deinen Anteil nicht.
  • Dein Anteil: Von deinem Teil behältst du 45 Prozent, egal ob deine Shorts Musik nutzen.

Es zählen nur gültige Aufrufe. Seit März 2025 zeigt der öffentliche Zähler jeden Start eines Shorts. Für Geld und Programmschwellen zählen dagegen nur die Aufrufe, die YouTube in Analytics gesondert als „engaged views“ ausweist. Aufrufe aus künstlicher Aktivität, nicht originale Shorts wie bloße Reuploads und Inhalte, die nicht werbefreundlich sind, fallen heraus. Deine Zahl im Zähler ist also höher als die Zahl, nach der bezahlt wird.

Wie viel zahlt YouTube Shorts pro 1.000 Aufrufe?

Eine offizielle Zahl nennt YouTube nicht, und der Wert schwankt stark nach Land der Zuschauer, Thema und Jahreszeit. Eine Orientierung: Laut einer Auswertung von AIR Media-Tech, einem Dienstleister für YouTube-Kanäle, mit 274 Kanälen (Stand September 2026) lag der Shorts-RPM, also dein Verdienst pro 1.000 Aufrufe, je nach Thema zwischen 0,02 und 1,48 US-Dollar. Das entspricht dort grob 3 bis 14 Prozent dessen, was Langvideos pro 1.000 Aufrufe bringen. Die meisten Themen lagen im unteren Bereich, Werte über einem Dollar nur bei Musik. Es ist eine Anbieterstudie, die Werte sind eine grobe Richtung, keine Zusage.

Rechenbeispiel, ausdrücklich nur ein Beispiel

Angenommen, dein Kanal hat 2 Millionen gültige Shorts-Aufrufe im Monat und einen RPM von 0,05 US-Dollar. Dann wären das rund 100 US-Dollar im Monat aus Shorts. Ab Februar 2027 käme dieser Kanal mit 6 Millionen Aufrufen in 90 Tagen allerdings unter die neue Schwelle von 10 Millionen. Der Shorts-Anteil würde dann ganz pausieren. Zum Vergleich: Ein Langvideo mit 50.000 Aufrufen bei einem angenommenen RPM von 3 US-Dollar bringt rund 150 US-Dollar. Deine echten Werte stehen in YouTube Studio.

Alle Zahlen im Beispiel sind angenommen, nicht gemessen. RPM-Angaben aus einer Anbieterstudie, Stand September 2026.

Weitere Einnahmen neben dem Shorts-Anteil

  • Kanalmitgliedschaften: Fans zahlen monatlich für Extras. Schon ab der ersten Stufe möglich.
  • Super Thanks, Super Chat und Super Stickers: einmalige Beträge von Zuschauern, etwa bei Livestreams und unter Videos.
  • YouTube Shopping: Produkte markieren, eigene oder von Partnern. YouTube hat für Kanäle unter der neuen Shorts-Schwelle zusätzliche Boni für Shopping und Markenkooperationen angekündigt, Details noch offen.
  • Sponsoren: Für viele Kanäle die größte Einnahme. Firmen zahlen für die Reichweite bei einer klaren Zielgruppe, nicht nur für Aufrufe. Bezahlte Inhalte müssen gekennzeichnet sein.

Allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung.

Warum Shorts eher Zubringer sind

Shorts erreichen viele Leute, die dich noch nicht kennen. Das macht sie wertvoll, auch wenn sie direkt wenig zahlen. Ihr Geld verdienen sie meist über Umwege:

  • Langvideos: Verweise im Short auf das passende ganze Video deines Kanals. Wer dort schaut, bringt pro 1.000 Aufrufe ein Vielfaches.
  • Streams: Ein Clip aus deinem letzten Stream zeigt, wie du live bist. Mehr dazu im Ratgeber Clips aus einem Stream.
  • Podcasts: Ein starker Gedanke aus der Folge als Short, die ganze Folge auf YouTube oder Spotify.
  • Eigenes Angebot: Kurs, Beratung, Produkt. Ein Short, der ein Problem gut erklärt, ist oft die beste Werbung dafür.

Wie lang ein Short sein darf und sein sollte, steht im Ratgeber Länge von Shorts, Reels und TikToks. Wichtig für die Bezahlung: Nimm eigenes Material oder solches, an dem du die Rechte hast. Reine Reuploads fremder Inhalte zählen nicht.

Was du messen solltest

  • Gültige Shorts-Aufrufe der letzten 90 Tage: Das ist ab Februar 2027 die entscheidende Zahl für den Shorts-Anteil.
  • RPM für Shorts und Langvideos getrennt: In YouTube Studio unter Einnahmen. So siehst du, was ein Aufruf wirklich wert ist.
  • Abonnenten aus Shorts: Welche Shorts bringen Abonnenten, nicht nur Aufrufe?
  • Weg zu den Langvideos: Wie viele Aufrufe bekommen deine verknüpften Videos über Shorts?

So macht es Virentio

Wir schneiden aus deinen Langvideos, Streams und Podcast-Folgen Shorts, die zu deinem ganzen Material hinführen: Momente nach Inhalt ausgewählt, hochkant mit Obertitel und Untertiteln, auf Wunsch ohne fremde Musik. Jeden Short gibst du frei, bevor er erscheint. Aufrufe oder Einnahmen versprechen wir nicht. Mehr dazu auf der Seite YouTube Shorts erstellen lassen.

Häufige Fragen

Fragen zum Thema

Wie viel zahlt YouTube Shorts pro 1000 Aufrufe?

YouTube nennt keine feste Zahl. Laut einer Anbieterstudie von AIR Media-Tech mit 274 Kanälen lag der Shorts-RPM je nach Thema zwischen 0,02 und 1,48 US-Dollar pro 1.000 Aufrufe, meist im unteren Bereich. Deinen echten Wert siehst du in YouTube Studio.

Ab wann kann ich mit YouTube Shorts Geld verdienen?

Am Werbeumsatz der Shorts bist du mit der vollen Stufe des Partnerprogramms beteiligt: 1.000 Abonnenten und 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in 90 Tagen oder 4.000 Stunden Wiedergabezeit. Für neue Bewerber steigen die Schwellen ab 1. Februar 2027 auf 20 Millionen Aufrufe oder 8.000 Stunden.

Was ändert sich 2027 bei der Shorts-Monetarisierung?

Ab 1. Februar 2027 wird am Shorts-Umsatz eines Monats nur beteiligt, wer in 90 Tagen mindestens 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe hat. Wer darunter liegt, bleibt im Partnerprogramm und verdient weiter mit Langvideos.

Verdiene ich weniger, wenn mein Short Musik nutzt?

Laut YouTube-Hilfe geht bei einem Musiktitel die Hälfte, bei zwei Titeln zwei Drittel der zugehörigen Einnahmen an die Rechteinhaber. Dein Anteil am verbleibenden Creator-Topf richtet sich aber nach deinen Aufrufen, und davon behältst du immer 45 Prozent.

Lohnen sich Shorts, wenn sie so wenig zahlen?

Oft ja, als Zubringer. Shorts erreichen neue Leute und führen sie zu Langvideos, Streams, Podcasts oder deinem Angebot. Dort verdienst du pro Zuschauer meist deutlich mehr als mit dem Shorts-Anteil.

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